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Die Murgleiter. 110 km Schwarzwald in 5 Tagen.

Wir haben das Jahr der Challenges.

Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass das auch für unseren ganzen Planeten ein Jahr der Herausforderungen ist, aber das Jahr der Challenges im engeren Sinne gibt es nur bei uns zwei zu Hause. Wir haben es nämlich voriges Jahr als solches ausgerufen.

Dieses Jahr saßen wir dann an einem verregneten Abend in einem Bierzelt und guckten den Menschen aus verschiedenen Epochen der Geschichte zu, wie sie unter den dicken Regentropfen herumeilten, Schwerter oder Böttiche trugen, den Matsch da draußen auf unterschiedlichsten Sohlen bewältigten und auch sonst authentisch nach Mittelalterart zu wirken versuchten.

“Und wenn wir die Paddeltour auf später verschieben und erstmal eine Wandertour machen?”, rutschte es aus meinem biergeschmierten Mund. “Da gibt es doch die …. Mu- Murgtour. Nein, die Murgleiter. Die müsste doch in einer Woche zu machen sein.”

Und da wir an dem Abend zweistimmig beschlossen hatten, auf der Murgleiter zu wandern, änderten wir den Plan auch dann nicht mehr, als wir sahen, dass es 110 km sein werden, für die offiziell 5 Tage veranschlagt waren.

“So eine Wanderung habe ich noch nie gemacht.” gab ich zu. Mein Rekord waren 21 km an einem Tag und dann 7 Tage ganz schlimmes Aua, laut kundgetan “Aber wir schaffen das schon.” (Und wenn nicht, kann ich mich eventuell auf mein Sternzeichen ausreden – soll ganz modern sein, diese Masche; das war der Beitrag des Herrn Hintergedanks. Ein schlauer Bursche, wenn auch bisschen zu sarkastisch für meinen Geschmack.)

Was soll ich sagen, wir haben es geschafft. In sechs Tagen, weil wir einen Tag Pause einlegen mussten, da die Nacht zu heiß zum Schlafen wurde. Ansonsten wären es fünf geworden.

Und nichts ist, wie es war, denn die Frage nach dem nächsten Mal steht plötzlich ganz groß im Raum.

Dass Schwarzwald so ziemlich großartig ist, wussten wir aber schon davor. Und der Fernwanderweg “Die Murgleiter” ist aus vielen Gründen zu empfehlen: Er ist wunderschön, vielseitig, anstrengend genug und problemlos mit dem Zug (und Bus) zu erreichen, sodass man alle fünf Etappen ausschließlich mit Hilfe der öffentlichen Verkehrsmittel beginnen und abschließen kann. Mit bisschen Glück sieht man Feuersalamander, Füchse, Turmfalken, Rehe, Weinflaschen …

 

 

 

 

 


Wortbruch oder zwei.

“Wozu hat ein Haus Alt..bauch..arme?”

“Alt-Bauch-….? Ha, ha, ha …”

Er lacht. Ich kapiere.

“Es gibt bei weitem nicht genug Gelächter auf der Welt!”

UPDATE: Und auch nicht genug Satire.


Klasse.

“Römische Dekadenz, wie?”

“Ja, warum nicht. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt schwimmen war.”

Dabei mag ich Schwimmbäder.

Na gut, das heute war kein Schwimmbad, sondern eine waschechte Therme. Mit Heilwasser. Schön war es trotzdem.

“Mal sehen, ob wir nicht die jüngsten sind.” sagt mein besorgter junger Mann.

Sind wir nicht, auch nicht die ältesten. Die Besucher geben sich überhaupt nicht für Klugscheißerstatistiken her und das ist auch gut so.
Nun ja: Außer uns. Wir sind die einzigen ohne Badelatschen und Bademäntel. Totale Anfänger halt. Dafür sind meine Zehennägel perfekt lackiert, seit dem letzten Schwimmbadaufenthalt habe ich mich halt geändert. Ich glaube aber, dass das völlig umsonst war und allen egal ist. Die Welt interessiert sich heute nämlich gar nicht für mich.

Wie geil ist das denn.

Also schwimmen, von vielen Wasserstrudeln massieren lassen und abhängen, vom Außenschwimmbeckenrandlauf. Auf Liegestühlen eindösen, das Schwimmbeckenprogramm wiederholen, es sind ihrer drei. Schwimmbecken. Und überhaupt nicht überlaufen, die müden Weihnachtsshopper kommen wohl später.

Klasse.

Irgendwann werfe ich meine Bikinihose in den Müll, sie ist zu groß und rutscht zu schnell runter. Zum Glück hatte ich die Reserve dabei.

Ein wenig später bereuen wir die zu Hause hängenden Bademäntel noch mehr: Damit könnten wir ins Bistro nebenan. Wir haben Hunger. Also nochmals die 3 Schwimmbecken, raus, dann Dusche, Fön, Restaurant. Salat. Die Zwiebelringe lasse ich liegen und klaue Pommes bei meinem Schatz, um das Essig aus der Bahn zu werfen. Dann Kaffee.

Zu Hause fische ich meine letzte Einsendearbeit aus dem Briefkasten. Also schon korrigiert.

“Willst du nicht reinschauen?”

“Nö. Nach den Feiertagen. Heute habe ich keine Lust auf Überheblichkeit. Schon gar nicht auf unleserliche.”

Weil das ja klar ist. Als Kaufkraft ist man geschätzt, auch frau, sogar ausländisch. Sobald man aber irgendwas in Anspruch nimmt, wenn auch berechtigterweise, ist das mit der Schätzung so eine Sache. Und bei einer Ausländerin? Ist halt so eine Sache. Man soll ja heutzutage bekanntlich dankbar sein, in Deutschland leben zu können, und gar nicht so tun.

Dabei ist die Zahl der Einheimischen, die davon ausgehen, dass ich automatisch über sie herziehe, riesig. Zu groß. “Du hast ein Blog? Kannst dich dann in deiner Muttersprache so richtig auslassen, wie?”

Nö. Ich hab’s nicht so mit Zwangslästern. Lästerzwang. Ich lese halt Bücher und beobachte Menschen. Konzentriere mich auf das Wesentliche im Allgemeinen. Die Nationalität ist mir dabei schnuppe. Sorry. 

7as


Karlsruhe Europaplatz

Na poti me sreča kamelji prst, oblečen v pepermintno zeleno. Vseeno sem olajšana: kakor koli že zgleda, prisotnost mladine je pomirjujoča. Življenje – ne: utapljanje v kritični masi starcev ne bo kos pogače, tudi če smo bodoči starci trenutno še moderne osebe srednjih let. Za razliko od plemenite konzervativnosti prehuda okostenelost duha pač dolgočasi in po nepotrebnem utruja. Ni mi do tega.

Zaenkrat pa vsi skupaj, staro in mlado, sedimo na vlaku, z zabasanimi ušesi. Ne vem, zakaj ima moj ajPod tako rad Leonarda, najbrž sem dobila izdelek s posebej melanholičnim slučajnostnim algoritmom, na srečo je Cohen tudi meni pri srcu. Na srečo imam rada tudi Adele, čeprav je moja glasbena škatlica ne zna nehati igrati, takoj po prvi pesmi. Na srečo me velikokrat tudi preseneti.

Wo ist dein Schuh? Du hast ihn verloren … Als ich dir den Weg zeigen musste. Wer hat verloren?

Utrujena. Premalo spanja.

Skrbi me. Študij sem vpisala iz povsem logičnih razlogov, sedaj pa mi gre na živce, da imam premalo časa zanj. Kot vedno bi veliko raje študirala kot delala. Take mam že od nekdaj.press.
Vseeno nisem čisto prepričana, da me privlači samo študij – morebiti svoj čisto poseben čar nad mano izživlja tudi navidezna moč, ki jo oddajajo zakoniki? Brskanje po njih? Vse večje poznavanje pravil? Zakaj ljudje študirajo pravo – zaradi denarja ali subjektivnega prirasta moči? Oboje najbrž.

Ko tako berem kvazi informativna besedila na spletnih straneh odvetniških družb, ki razkrivajo, katere predpise po novem kršimo in pred katerimi posledicami se lahko z njihovo pomočjo hitro rešimo – mar je reklama na osnovi strahu pri tako (pozor: ironija) plemenitem poklicu primerna? Mar ne bi bilo nujno, da vsi skupaj takoj začnemo ravnati, kot da se požvižgamo na juristične vladarje v ozadju? No, ne čisto. Pravzaprav: seveda ne. Ampak vprašam pa se lahko. Vprašanja so koristna stvar. Si upam pojesti breskev?

Ja, veselim se svojega seminarja: tri in pol ure minejo kot v hipu. Mogoče se bom kdaj sprijaznila tudi z dejstvom, da bo moj uspeh na izpitih zaradi pomanjkanja časa vedno pod velikim vprašajem, veliko večjim kot kdaj koli prej. Glavno, da se kaj naučim, vse ostalo je daleč preveč dolgočasno.

Na primer Karlsruhe: živ dolgčas. Postajališče Europaplatz je pri nakupovalnem središču, kamor po novem hodijo najstniki z vseh vetrov, da si v znanem irskem šopu napolnijo ogromne nakupovalne vreče za malo keša. Na drugi strani? Ravno tako trgovine. Tudi na tretji in četrti strani trga isto. Ja no. Kaj pa bi rada?

Želite kartico zvestobe? Blagajničarka se mi avtomatsko simpatično nasmehne, ko kartico odklonim. Kdaj sem bila nazadnje v knjigarni? Hmmm … Če ne bi Civilnega zakonika pozabila doma, me tudi danes ne bi videli, pa ga rabim na seminarju. Za brskanje in odgovarjanje na vprašanja. Zdaj si že upam. Na začetku študija sem se vsakokrat tudi malce prestrašila, ker s svojim naglasom privlačim več pozornosti, kot bi mi bilo pri srcu. Tudi če so moji stavki pravilni. Nič več strahu. Tudi govorci z napačnim naglasom imamo svoje pravice. In vprašanja.

BGB pospravim in si grem pogledat modrce v ha und em. Lepi so, res.

Malce pred deseto polna jurističnega znanja spet stojim na postaji in opazujem mladino. Kul klobuk, krasen pirsing, množica zanimivih rukzakov in čudovitih čevljev. Fajn. Seveda imamo tudi tokrat skoraj vsi zaštopana ušesa. Ob tej uri tudi velja povečana nevarnost ropa: predvsem mobilci so zaželeni. Hm, bi tudi meni tatovi vrnili moj handy, ko bi ugotovili, da gre za neuporabno, desetletje staro nokijo?

Zaspana sem.

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Kleingeschwätzeltes am Freitag / Petkove čvečkarije

GRAU. Der Himmel.

GRÜN. Meine zuletzt geshoppte Strickjacke.

GELB. Die Farbe, die ich nie tragen würde.

REALISTISCH. Mein Geisteszustand.

RABIAT. Manche meiner Sprüche, als Witz gemeint.

RELATIV. Fast alles. 🙂  Continue reading


Kleingeschwätzeltes am Freitag

bodice

...

Das es plötzlich kalt geworden ist, ist ja wohl kein Geheimnis mehr?

Und die Tage sind kurz.

Meine Fleece-Jogginghose ist schon da.

Noch die halbe Blechtrommel, dann Arnott, dann Mantel, dann Mawer, oder so. Wenn sich Pratchett nicht beeilt.


Kleingeschwätzeltes am Freitag

»Du hast einen Bleistiftanspitzer für 3 Euro im Internet bestellt?!?!?!?«

Er kriegt sich nicht mehr rein: »Bei Amazon?!?!?«

Na, das war ja fast schon vor Lachen gebrüllt. Continue reading


Kleingeschwätzeltes am Freitag

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Wenn

ich’s

mir

nicht

anders

überlege.

Was denn?

Gar nichts.

Hier gibt’s nichts zu überlegen.

Zu überlegen gibt’s hier nichts.

Nichts gar.

Denn was?

Überlegen,

anders,

wenn

ich

das

nicht

tue.